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Pressetext

Wenn Steine sprechen könnten ...

Kaum zu glauben, was alles in Schwingung gebracht werden. Die Ausstellung Klangskulpturen des Kölner Klangkünstlers Jochen Fassbender am 16.02.2006 im Christophsbad implizierte Töne, Klänge, Geräusche und geheimnisvoll in der Stille ausklingende Musik. Jeder Teilnehmer konnte selbst aktiv werden. Durch Reiben, Streichen, Anschlagen oder Blasen der verschiedenen Objekte ließen sich Entdeckungsreisen in "unerhörte Klangwelten" unternehmen. Jeder der den Saal betrat, tauchte in eine Welt von Klängen und sinnlichen Erfahrungen ein, die Begeisterung, Neugierde und Spielfreude auslösten.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Schwingung & Gesundheit erläuterte Fassbender seine Klangobjekte-Sammlung. In der anschließenden Mitmach-Performance erforschten die Teilnehmer die verschiedenen Klangqualitäten von Holz-, Metall- und Stein-Klangobjekten.

Immer wieder wurden die Zuhörer auf Ihre eigenen Empfindungen gelenkt. Was spürt man beim Klingen einer Metallharfe? Welche Farbe kommt einem in den Sinn? Was erzeugt der Klang von Holz? Und: Wann wird Geräusch zu Musik?

Mit einem Zitat eines indischen Weisen leitete Jochen Fassbender ein besonderes Klangerlebnis ein: "Steine sind still. Wenn Steine reden könnten, würde das niemand aushalten können." Und doch brachte er 260 Millionen Jahre alte Steine zum Schwingen. Die Zuhörer erfuhren, dass nicht jede Gesteinsart für jede Tonlage geeignet ist. Travertin, der Süßwasserkalk, "mag" die tiefen Töne nicht, sondern eignet sich für Tenor- und Sopranlagen, für den Bass eignet sich Basalt dagegen sehr gut.

Jochen Fassbender, der seit 2 Jahrzehnten Klangphänomene erforscht, postuliert ein neues Hören: durch die Hinwendung auf wohlklingende, beruhigende, "erdige" Klänge könne Alltagslärm eine Komponente hinzugefügt werden, die Geräusch zu Musik macht. Zu diesem neuen Hören gehöre auch das Lauschen in die Stille.

Alte und junge Zuhörer und Mitmacher dankten ihm für diese Erkenntnisse und Hörerfahrungen durch viel Beifall erst am Ende der wie im Flug vergangenen 2 Stunden. Denn darauf hatte der Künstler ebenfalls hingewiesen: lautes Klatschgeräusch nimmt die heilsame Klangwirkung der Stille.

Weitere Informationen: www.schwingung-und-gesundheit.de
Anmeldungen und Auskunft: Nicole Müller, Telefon 07161/601-248, Telefax 07161/601-332, email:nicole.mueller@christophsbad.de



Bilder

Bilder vom 16.02.06

Obertonflöte

Resonanz mit Röhrenglocken Klangkunstobjekte



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