Resonanz
von Ursula Schumann
zur Ausstellung von Klangobjekten und der Klangperformance
von
Jochen Fassbender am 16.02.06 im Herrensaal der Klinik Christophsbad
Die Ausstellung der Klangobjekte und der Musikinstrumente, die Jochen
Fassbender mit seinem künstlerischen Ideenreichtum und in wissenschaftlicher
Arbeit entwickelt hat, war ein faszinierendes Erlebnis. Jeder durfte streichen,
blasen, anschlagen, reiben oder lauschen. Eine Fülle, nie gehörter Töne breitete
sich im Raume schwingend aus. Ein Klangobjekt, dessen Metalloberfläche mit
Vogelsand bestreut war, zeigte, durch einen Ton in Schwingung versetzt, als
Resonanz ein bewegendes Muster. Bei einer anders gewählten Tonlage ordnete sich
der Sand blitzschnell neu.
Später bei der Klangperformance brachte Jochen Fassbender seine Klangobjekte
aus der großen Stille heraus wundervoll zum Tönen. Spitze Klänge, metallenen
Röhren entlockt, weite, dunkle Töne aus dem Holzinstument heraus gebürstet oder
breite, dumpfe Klänge aus dem Stein gestrichen, traten konzertant in
Korrespondenz. Wie kosmische Gestaltungskräfte erhoben sich die Klangfiguren und
vereinten ihre vibrierende Lebendigkeit zu einer sphärischen
Musik.