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Fortlaufende Singgruppe Druckversion - Impressum - Programmheft (4 MB)

 

Resonanz auf Schwingung und Gesundheit

Zwischen Jurassic Park und Elfenreich

Ich steige die große, breite Holztreppe in Haus 11 hinauf, die zum Herrensaal führt. Von weitem höre ich Klänge, die mich aufschrecken lassen und zugleich zutiefst berühren und neugierig machen. In meiner Fantasie sehe ich ein ganzes Heer von Dinosauriern die gleich vor mir auftauchen werden, im nächsten Moment höre ich einen Hund bellen, dann das Lachen von Menschen. Als ich den Saal betrete sehe ich eine Menschentraube um ein merkwürdiges Gestell stehen. Jeder einzelne lauscht gespannt; was wird als nächstes zu hören sein? Die zarten Töne wie aus einem weit entfernten Elfenreich, so zart und fein, dass sie unweigerlich eine angenehme Gänsehaut auslösen? Ein Vulkanausbruch oder das dumpfe Grollen eines Gewitters?

Jochen Fassbender ist der Schöpfer ausgefallener Klangkörper und Instrumente, denen er wundersame Klänge entlockt und zum lauschen, staunen und selber ausprobieren einlädt. Seine vom äußeren Erscheinungsbild auffälligsten und von hohem Erlebniswert geprägten Instrumente sind zweifellos die Ballastsaite und die Klangschaukel. Auch das Entstehen lassen eines Schwingungsbildes mit der eigenen Stimme, einem sogenannten Tonoskop, findet bei den Besuchern großen Anklang ebenso wie Metallharfen, Miraphone, Röhren- und Steinglockenspiele.

Im Interview mit Wolfgang Bossinger erzählt Jochen Fassbender, wie er sich schon als Kind von Instrumenten angezogen gefühlt hat, sich allerdings nie für das spielen von Etüden und anderen Übungen interessiert hat. Das Studium der freien Kunst brachte ihn schließlich auf eine besondere Weise wieder in Berührung mit Klang und Musik. Seit 1988 ist Jochen Fassbender als Klangkünstler und als Entwickler von Musikinstrumenten und Klangobjekten tätig.

Zu der Klangperformance am Abend im Herrensaal fanden sich ungefähr 100 Leute ein, die sich nicht scheuten, an einer einzigartigen Improvisation teilzunehmen und mitzumachen und so, in die Welt der Klänge, Wahrnehmung und Schwingung sowohl auditiv, als auch visuell einzutauchen.

D. Schradi



Resonanz zu "Unerhörtes Hören" am 16.02.06

"Die meisten Klangobjekte wie Steine, Holzspäne, Metallplättchen u. a. waren für mich ungewohnt als "Musikinstrumente", aber reizvoll zum Ausprobieren. Das gemeinsame Spielen und Hören war eine Reise in neue Welten. Herrn Fassbenders Spiel auf dem im Programm S. 5 unten abgebildeten Instument vermittelte besondere Klangerlebnisse."


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