Alexander Lauterwasser bei der
Veranstaltungsreihe "Schwingung und Gesundheit" / Klinik
Christophsbad
Der Forscher Alexander Lauterwasser
beeindruckt in seinem Filmvortrag am 2.3.06 und mit seiner Ausstellung, die noch
bis zum 28.4.06 zu sehen ist.
Kaum zu glauben was da zu sehen war - durch einfache Schwingungen (z.B. einen
angeschlagenen Gong) geraten einzelne Wassertropfen in Resonanz und beginnen mit
einem "Schwingungstanz". Wasserflächen verwandeln sich bei den unterschiedlichen
Frequenzen in fantastische, filigrane Gebilde, die verblüffende Ähnlichkeit mit
organischen Formen zeigen, wie etwa dem Muster eines Schildkrötenpanzers. Seit
langem beschäftigt sich Alexander Lauterwasser mit der "Gestaltbildung" in der
Biologie und dem Verhalten "stehender Wellen": "Der Ausgangspunkt
meiner Arbeit mit Schwingungen waren Fragestellungen im Zusammenhang mit dem
Phänomen der Morphogenese: woher kommen die Gestalten und Muster in der Natur
und wie entstehen sie; im speziellen war es die Frage nach dem besonderen
Muster, das die Schildkröte auf ihrem Panzer zeigt," so Lauterwasser.
Lauterwasser ließ in seinem Filmvortrag durch Veränderungen der Tonhöhe wie
ein Magier immer wieder neue "Schwingungsbilder" entstehen, die sich auflösten
und neu konfigurierten. "Was Sie hier sehen ist nicht der Ton oder die
Musik, sondern der Dialog des Wassers mit den Schwingungen!" führte
Lauterwasser aus. Der Referent betonte immer wieder, dass das ´Wasser sich nicht
zwingen lasse´, sondern gleichsam in eine Art Dialog mit den Schwingungsreizen
oder musikalischen Tönen trete. Er stellte philosophische Bezüge zu alten
Schöpfungsmythen heraus, wie etwa dem des indischen Gottes Shiva, der durch
seinen Tanz das Universum erschaffe. Auch in neueren Modellen der Quantenphysik
zeige sich unser Universum immer deutlicher in seiner immateriellen Seite. Die
Materie entstehe aus Überlagerungen von Schwingungen - aus einem
"Quanten-Ozean". Besonders beeindruckt waren die Zuhörer und Zuschauer von den
Reaktionen der Wasserflächen und Wassertropfen auf musikalische Darbietungen wie
dem Gesang tibetischer Mönche. Beim Klang des Mantras "Ooooommmm..." entstand
ein Mandala-ähnliches Klangbild von hohem ästhetischen Reiz. Die Schwingungen
eines australischen Didgeridoos riefen Choreografien springender Wassertropfen,
die an einen Regen aus Sternschnuppen erinnerten hervor. Bei einer Toccata von
Johann Sebastian Bach entstanden Spiralbewegungen und kristallgitter-ähnliche
Muster von einer überwältigenden Schönheit.
Spürbar war für die Teilnehmer, dass Lauterwasser die Schönheit und das
Wunder der Schöpfung veranschaulichen will. Er möchte empfänglich machen, für
das Wunder dieser kostbaren Welt, in der wir leben.
Doch Lauterwasser geht es um mehr - um ein Zusammenbringen von Wissenschaft
und Kunst, durch die lebendige Begegnung mit der Natur. Kritisch hob er hervor,
dass die Natur nicht einfach funktionalisiert und ausgebeutet werden darf,
sondern dass Achtung, Wertschätzung und Resonanz mit der Schöpfung wichtig
notwendig sind, um eine harmonische Ko-Existenz zwischen Mensch und Natur zu
ermöglichen.
Durch seine Forschungen mit Schwingungen zeigt Lauterwasser
auch Zusammenhänge zu Therapie, Gesundheit und Krankheitsprozessen auf:
"
Gesundheit und Krankheit auf allen Ebenen sind eng verbunden mit der
Thematik von Gleichgewicht und Resonanz bzw. deren Störungen. Der gesunde
Organismus kennzeichnet sich dadurch aus, dass er in der Lage ist, die
verschiedensten Prozesse und Eigenschaften (z.B. fest-flüssig, warm-kalt,
sauer-basisch, beweglich-ruhend, sensorisch-motorisch,
geistig-seelisch-körperlich usw.) ständig miteinander zu vermitteln und im
Gleichgewicht zu halten. Diese immanente lebendige Balance, diese innere
Stimmigkeit ist die Voraussetzung für die Resonanzfähigkeit eines Lebewesens und
damit für das Gelingen des Austausches und des Dialoges zwischen Innen und
Außen, zwischen dem individuellen Einzelwesen und dem Ganzen, dem Ich und den
Anderen. Ein Organismus ist nur dann gesund, wenn er ungestört."